Dirk Bartkowiak Dienstleistungen

Barrierefreies Wohnen & Türsanierung

Türschwellen entfernen: Warum Nullschwelle mehr Sicherheit bringt

Türschwellen sind eine unterschätzte Stolperfalle. Warum das Entfernen und der Umbau auf Nullschwellen mehr Sicherheit ins Zuhause bringt – ehrlich erklärt.

Dirk Bartkowiak Dienstleistungen4 Min. Lesezeit
Ebenerdiger, schwellenloser Türübergang mit durchlaufendem Bodenbelag zwischen zwei hellen Wohnräumen

Kurz gesagt: Eine Türschwelle ist eines der am meisten unterschätzten Risiken im eigenen Zuhause. Wer sie entfernt und auf einen ebenerdigen Übergang umbaut, senkt das Sturzrisiko spürbar und macht das Wohnen im Alltag deutlich einfacher – für Rollator, Rollstuhl, den Wäschekorb und jeden, der abends im Halbdunkel durch die Wohnung geht.

Ich bin Dirk, und ich sehe bei meinen Einsätzen im Raum Allershausen immer wieder dasselbe: An dieser kleinen Kante zwischen zwei Räumen entscheidet sich oft, ob jemand sicher und selbstständig zu Hause leben kann. Deshalb sage ich ganz klar – diese Schwellen dürfen weg. 🙂

Warum sind Türschwellen so eine unterschätzte Gefahr?

Weil sie so klein und so alltäglich sind, dass wir sie gar nicht mehr wahrnehmen. Genau das macht sie tückisch: Der Fuß bleibt hängen, der Rollator kippt, und aus einer harmlosen Kante wird ein böser Sturz.

Eine Türschwelle wirkt gleich in mehreren Situationen als Hindernis, und die wenigsten davon haben mit dem Alter zu tun:

  • Der Fuß hängt an der Kante fest – besonders bei müden Beinen, im Dunkeln oder mit Hausschuhen.
  • Rollator und Rollstuhl bleiben stecken oder müssen mühsam über die Kante gehoben werden.
  • Wer schlechter sieht, erkennt den kleinen Höhenunterschied oft gar nicht.
  • Auch spielende Kinder und ein voll beladener Wäschekorb kommen an Schwellen ins Straucheln.

Das Schöne an einer echten Nullschwelle: Sie ist eine Sicherheitsmaßnahme, die einfach immer da ist. Kein Strom, keine Wartung, kein Knopf zum Drücken – der ebene Boden schützt rund um die Uhr, ganz von allein.

Was bedeutet eigentlich eine Nullschwelle im Vergleich zur alten Schwelle?

Eine Nullschwelle ist ein Übergang ohne fühlbare Kante – der Bodenbelag läuft praktisch nahtlos von einem Raum in den nächsten. Statt einer erhabenen Leiste, an der man hängen bleibt, ist der Boden auf einer Höhe.

Im barrierefreien Bauen ist die Richtung eindeutig: Nach der Norm DIN 18040 (das ist das Regelwerk fürs barrierefreie Bauen) sollen erhabene Türschwellen grundsätzlich vermieden werden. Nur wenn es technisch wirklich nicht anders geht, ist überhaupt eine kleine Schwelle erlaubt – und selbst die maximal zulässigen zwei Zentimeter werden von Fachleuten heute kritisch gesehen. Der Anspruch geht also klar Richtung „echte 0 Millimeter“.

Was hat sich früher hinter einer Schwelle versteckt?

Lange Zeit hieß es, eine Schwelle sei nötig, damit die Tür dicht ist – gegen Zugluft, Feuchtigkeit und Schall. Das war früher ein gutes Argument. Heute stimmt es so pauschal nicht mehr. Moderne Dichtungssysteme, zum Beispiel Magnet-Doppeldichtungen, dichten den Türspalt sauber ab, ohne dass du über eine Kante steigen musst. Sicherheit und Dichtheit schließen sich also nicht mehr aus.

Lohnt sich das Entfernen auch in einem alten Haus?

Gerade im Altbau lohnt es sich oft besonders – auch wenn es hier etwas mehr Handarbeit braucht. Alte Häuser haben nämlich häufig unterschiedliche Bodenhöhen von Raum zu Raum und richtig hohe Balkon- oder Terrassenschwellen.

In der Praxis bedeutet das für uns meist eine Kombination mehrerer Handgriffe, damit am Ende alles auf einer Ebene liegt:

  • Bodenbelagshöhen zwischen den Räumen angleichen, damit ein einheitliches Niveau entsteht.
  • Alte, hohe Schwellen fachgerecht ausbauen und den Übergang neu aufbauen.
  • Bei Bedarf gleich die Tür verbreitern, damit Rollator oder Rollstuhl bequem durchpassen.
  • An kritischen Stellen die Abdichtung mit modernen Dichtungssystemen neu und normorientiert herstellen.

Mein ehrlicher Rat: Wenn ohnehin ein neuer Boden ansteht, ist das der ideale Moment, die Schwellen gleich mitzuerledigen. Alles aus einer Hand, ein Einsatz, ein sauberes Ergebnis – statt zweimal die Wohnung auf den Kopf zu stellen.

Kann ich für das Entfernen von Türschwellen einen Zuschuss bekommen?

Ja, in vielen Fällen ist das möglich. Wenn ein anerkannter Pflegegrad vorliegt, bezuschussen die Pflegekassen sogenannte wohnumfeldverbessernde Maßnahmen – und das Entfernen von Türschwellen gehört genau dazu, weil es die Pflege zu Hause spürbar erleichtert.

Zwei Dinge sind dabei wirklich wichtig, und die betone ich bei jeder Beratung:

  • Antrag vor Baubeginn: Der Zuschuss muss beantragt und in der Regel bewilligt sein, bevor die Arbeiten starten. Erst loslegen und dann fragen geht meistens schief.
  • Gute Dokumentation: Ein sauberer Maßnahmenplan mit Beschreibung der kritischen Schwellen hilft der Pflegekasse, die Sache schnell einzuschätzen.

Zu konkreten Beträgen und deiner persönlichen Situation kann dir am besten deine Pflegekasse verbindlich Auskunft geben – wir unterstützen dich gerne mit der handwerklichen Erfassung und der Dokumentation, damit dein Antrag Hand und Fuß hat.

Wie läuft so ein Umbau beim Mobilen Handwerker konkret ab?

Ganz unaufgeregt und Schritt für Schritt. Wir kommen zu dir vor Ort, schauen uns alles in Ruhe an und machen einen klaren Plan – kein Fachchinesisch, sondern verständliche Antworten auf deine Fragen.

  1. Erstbesichtigung: Wir erfassen alle kritischen Schwellen – Wohnungstür, Innentüren, Bad, Balkon- oder Terrassentür.
  2. Maßnahmenplan: Du bekommst ein individuelles Angebot mit klarer Beschreibung, was gemacht wird und warum.
  3. Unterstützung beim Antrag: Falls ein Pflegegrad vorliegt, helfen wir dir mit den handwerklichen Unterlagen für die Pflegekasse.
  4. Saubere Ausführung: Wir bauen die Schwellen aus, gleichen die Böden an und stellen die Abdichtung normorientiert her.
  5. Dokumentation: Zum Schluss halten wir fest, was gemacht wurde – für deine Unterlagen und die Pflegekasse.

Und noch ein Gedanke, der oft untergeht: Ein schwellenloser Übergang sieht auch einfach schöner aus. Der Boden läuft durch, die Fläche wirkt größer und ruhiger. Barrierefrei heißt heute nicht mehr „Krankenhaus-Optik“, sondern modern, großzügig und zukunftssicher – ein echter Pluspunkt, wenn du später einmal verkaufen oder vermieten möchtest.

Mein Fazit ganz ehrlich: Türschwellen sind ein Detail, das man leicht übersieht – bis etwas passiert. Sie zu entfernen ist eine der sinnvollsten und dankbarsten Maßnahmen für mehr Sicherheit im Alltag. Wenn du dir unsicher bist, wo in deinem Zuhause die Stolperfallen sitzen: Melde dich einfach, wir schauen gemeinsam vorbei. Weiter unten findest du außerdem die häufigsten Fragen kurz beantwortet.

Häufige Fragen

Das werden wir oft gefragt

Ja. Veränderungen an Türschwellen solltest du in einer Mietwohnung vorher mit dem Vermieter abstimmen. Wir helfen dir gerne mit einer verständlichen Beschreibung der geplanten Maßnahme, die du vorlegen kannst.

Ansprechpartner für dieses Thema

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