Dirk Bartkowiak Dienstleistungen

Barrierefreies Wohnen & Türsanierung

Barrierefreie Türen: So wurde aus einer Stolperfalle ein sicheres Zuhause

Wie wir ein Einfamilienhaus in Allershausen mit schwellenlosen Übergängen und breiteren Türen zukunftssicher gemacht haben – ein echtes Praxisbeispiel.

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Schwellenloser Übergang mit durchgehendem Designbelag und flachem Übergangsprofil in einem renovierten Einfamilienhaus.

Kurz gesagt: Aus einer hohen Haustürschwelle, schmalen Innentüren und ungleichen Bodenhöhen kann in wenigen Tagen ein sicheres, komfortables Zuhause für jedes Alter werden. Genau das haben wir bei Familie M. in Allershausen umgesetzt – schwellenlos, breiter und mit leichtgängigen Türen. In diesem Beitrag nehme ich Dich mit durch das ganze Projekt, damit Du siehst, wie so etwas ganz konkret abläuft.

Barrierefreiheit klingt für viele erst mal nach „großem Umbau". Ist es aber oft gar nicht. Manchmal reichen die richtigen Handgriffe an den Übergängen und Türen – und plötzlich fühlt sich das Haus wieder sicher an. Genau darum geht es hier. 🙂

Warum wurde das Haus von Familie M. zur Stolperfalle?

Kurz gesagt: Es war einfach in die Jahre gekommen – wie so viele Häuser, die vor 20 oder 30 Jahren gebaut wurden. Damals hat niemand ans Älterwerden gedacht, und heute stolpert man an den falschen Stellen.

Familie M. wohnt seit über zwei Jahrzehnten in ihrem Einfamilienhaus. Beim ersten Rundgang vor Ort sind mir schnell die typischen Knackpunkte aufgefallen:

  • Eine hohe Haustürschwelle, an der man beim Reinkommen jedes Mal aufpassen musste.
  • Schmale Innentüren – teils unter 75 cm –, durch die ein Rollator kaum passt.
  • Unterschiedliche Bodenhöhen zwischen Flur, Wohnzimmer und Küche.
  • Schwergängige Türklinken, die mit weniger Handkraft kaum noch zu bedienen waren.

Einzeln wirken diese Dinge harmlos. In Summe sind sie aber genau die kleinen Hürden, die im Alltag zum Risiko werden – besonders, wenn die Beweglichkeit nachlässt.

Welche Maßnahmen haben wir konkret umgesetzt?

Kurz gesagt: Wir haben die Schwellen entfernt, Türen verbreitert und die Böden auf ein Niveau gebracht – alles aus einer Hand, ohne dass die Familie fünf verschiedene Firmen koordinieren musste.

Der Plan war, das Haus im gesamten Wohnbereich schwellenlos und leichtgängig zu machen. Das haben wir in mehreren Schritten erledigt:

1. Die Haustür schwellenlos gemacht

Die alte Haustür mit ihrer hohen Schwelle kam raus. Stattdessen haben wir eine neue Tür mit einer sogenannten Absenkdichtung eingebaut. Das ist eine clevere Sache: Beim Öffnen bleibt der Boden komplett frei – kein Absatz, keine Kante. Beim Schließen fährt automatisch eine flexible Dichtung nach unten. So bleibt die Tür trotzdem dicht gegen Zugluft und Lärm.

2. Innentüren verbreitert

Die schmale Tür zum Wohnzimmer haben wir auf eine lichte Breite von 90 cm gebracht. Damit passt ein Rollator oder später auch ein Rollstuhl problemlos durch. Als Faustregel gilt: mindestens 80 cm im Wohnbereich, für Rollstuhlnutzung besser 90 cm.

3. Böden auf ein Niveau gebracht

Damit es keine Stolperkanten mehr gibt, haben wir den Flur mit einem durchgehenden, rutschhemmenden Designbelag ausgelegt. An den Übergängen kamen flache Profile zum Einsatz, die kaum spürbar sind. Wo die Höhen zu stark abwichen, haben wir den Untergrund vorher sauber nivelliert.

4. Leichtgängige Beschläge

Zum Schluss kamen leichtgängige Griffe und bequeme Beschläge dran. Solche kleinen Details machen im Alltag einen riesigen Unterschied, wenn die Handkraft nachlässt.

Wie hat die Familie den Umbau finanziert?

Kurz gesagt: Über mehrere Fördertöpfe, die sich kombinieren ließen – und wir haben beim Verständnis und bei der Vorbereitung geholfen. Am Ende blieb ein überschaubarer Eigenanteil.

Viele wissen gar nicht, dass es für barrierefreie Umbauten Unterstützung gibt. Bei Familie M. spielten zwei Bausteine eine Rolle:

  • Zuschuss der Pflegekasse: Bei anerkanntem Pflegegrad gibt es einen Zuschuss für Maßnahmen, die eine selbstständige Lebensführung erleichtern – etwa Türverbreiterung, Schwellenabbau oder ein elektrischer Türöffner.
  • KfW-Förderung „Altersgerecht Umbauen": Zusätzlich gibt es Programme wie den Investitionszuschuss zur Barrierereduzierung und den KfW-Kredit 159 für weitere Maßnahmen.

Wichtig ist mir hier ehrlich zu sein: Ich gebe keine rechtsverbindliche Förderberatung und verspreche auch keine bestimmten Beträge. Aber ich erkläre Dir verständlich, welche Möglichkeiten es gibt, und begleite Dich bei der Vorbereitung der Anträge. Die genauen Konditionen klären wir dann individuell für Deine Situation.

Was darf ich als Mieter überhaupt verändern?

Kurz gesagt: Kleinere Dinge oft ohne Genehmigung, größere Umbauten mit Zustimmung des Vermieters. Und diese Zustimmung ist meist gut zu begründen.

Nicht jeder, der barrierefrei wohnen möchte, besitzt sein Zuhause. Auch als Mieter hast Du Möglichkeiten:

  • Ohne große Genehmigung lassen sich meist kleinere Maßnahmen umsetzen – etwa ein elektrischer Türöffner oder ein Notrufsystem in der Wohnung.
  • Mit Zustimmung des Vermieters sind auch Türtausch, Schwellenabbau und Bodenangleichung möglich. Solche Anpassungen lassen sich gut begründen, weil sie den Wohnraum langfristig aufwerten.

Wenn Du magst, unterstützen wir Dich auch dabei, das Gespräch mit dem Vermieter fachlich sauber vorzubereiten – mit einer klaren Beschreibung, was gemacht werden soll und warum es sinnvoll ist.

Warum lohnt sich Barrierefreiheit auch ohne Pflegefall?

Kurz gesagt: Weil schwellenlose Übergänge und breite Türen in jeder Lebenslage nützen – und den Wert Deiner Immobilie steigern.

Barrierefreiheit ist längst kein reines Senioren-Thema mehr. Sie hilft auch:

  • Eltern mit Kinderwagen, die nicht ständig über Schwellen wuchten müssen.
  • Menschen mit einer vorübergehenden Einschränkung, zum Beispiel nach einem Sportunfall mit Gips.
  • Beim ganz normalen Alltag – Einkäufe, Möbeltransport, Umzug.

Und noch etwas: Ein besonders schöner Nebeneffekt ergibt sich, wenn ohnehin ein Schaden repariert werden muss. Wenn nach einem Wasser- oder Einbruchschaden der Boden oder die Tür sowieso erneuert wird, kannst Du die Gelegenheit nutzen und gleich schwellenlos und sicherer umbauen. Aus einer reinen Reparatur wird so eine echte, nachhaltige Verbesserung – und im Schadensfall unterstützen wir Dich auch bei der Abwicklung mit Deiner Versicherung.

Übrigens: Barrierefreiheit merkst Du im Alltag kaum – bis Du sie plötzlich brauchst. Und dann ist eine schwellenlose, breite Tür Gold wert. Wenn Du Dir für Dein Zuhause im Raum Allershausen etwas Ähnliches vorstellen kannst, schau Dir gerne unser Leistungsangebot beim Mobilen Handwerker an oder melde Dich einfach direkt. Am Ende dieses Beitrags findest Du außerdem die häufigsten Fragen kurz und knapp beantwortet.

Häufige Fragen

Das werden wir oft gefragt

Im Wohnbereich empfehlen wir mindestens 80 cm lichte Breite, für die Nutzung mit Rollstuhl besser 90 cm. So passen Rollator und Rollstuhl problemlos hindurch.

Ansprechpartner für dieses Thema

Wir sind Dirk Bartkowiak Dienstleistungen. Schreib uns zu deinem Projekt.

Klingt das wie etwas, bei dem du Unterstützung brauchst? Lass uns 5 Minuten reden — wir hören zu, schätzen ein und sagen dir ehrlich, ob und wie wir helfen können.

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